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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wespennest muss Weg


Morzan
09.08.2008, 15:16
Hallo,

wir haben ein grosses Problem mit einem Wespennest unter einem Vordach auf dem Balkon.
Die Wespen selber haben uns bis jetzt immer in ruhe gelassen. Doch seit ein paar tagen sind es auf einmal geschätzt doppelt soviel Wespen und sie sind „aktiver“.

Damit meine ich, das Sie nun auch uns angehen. Es wurde zwar noch keiner gestochen, aber grillen oder essen auf dem Balkon ist unmöglich. Auch kann ich keine meiner 3 Balkontüren mehr öffnen, da die kleinen Tiere dann sofort in die Wohnung fliegen.

Das Nest hat Zwei Eingänge, und unter diesen Eingängen ist sowohl die Tür zum Wohnzimmer als auch die Tür zum Schlafzimmer. Nicht einmal das Dachfenster kann geöffnet werden da Sie sonst sofort in der Wohnung sind.

Selbst die Fliegenvorhänge haben keinen sehr grossen erfolg, da die Wespen zwischen den Lamellen durchkrabbeln.

Hier einmal die Bilder:

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Ich habe immer gesagt, das solange ich durch die Tiere in meinem Alltag nicht eingeschränkt bin, sie bleiben dürfen. Aber dies hat sich nun leider geändert. Zudem kommt noch, dass meine Freundin sehr große Angst vor solchen Tieren (Wespen / Hummeln etc etc…) hat.
Ob jemand allergisch ist, wissen wir nicht.

Deshalb müssen die Tiere weg.

Töten möchte ich Sie nur ungern, daher hier meine frage:

Muss der Vermieter die Nester beseitigen lassen?
Kann ich irgendetwas machen, damit die Tiere sofort gehen?
Gibt es alternativen zu Gift oder Sprays?

Würde es reichen wenn ich die Ein und Ausgänge mit Gips oder Bauschaum schließe?

Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand helfen könnte.
Danke

Jürgen M.
09.08.2008, 20:22
Hallo Morzan,

zuerst, und falls du es noch nicht probiert hast, empfehle ich dir, mal nach dem Stichwort "Wespen" zu googeln. Da findest du sämtliche Informationen über die Tiere, einschließlich Abwehr- und Bekämpfungstipps. Falls du dazu keine Lust hast, hier eine kurze Zusammenfassung:

1. Jeder Wespenstaat wird im Frühjahr von einer überwinterten "Königin" (=befruchtetes Weibchen) neu begründet. Sie macht zuerst alles allein (Nestbau, Eiablage, Fütterung der ersten, noch nicht sehr zahlreichen Larven). Wenn die erste Nachwuchsgeneration geschlüpft ist, übernimmt diese den größten Teil der Arbeiten, währen sich die Königin ganz aufs Eierlegen konzentrieren kann. Die nächsten Generationen werden dementsprechend immer zahlreicher. So erklärt sich das schubweise Anwachsen des Wespenvolkes im Laufe des Jahres. Im Herbst, spätestens mit den ersten Frösten, ist alles vorbei. Wenn man es bis dahin mit den Viechern aushalten kann, hat man schon mal eine gute Tat für die Natur getan. Wenn man sie nicht haben will, heißt es dagegen schon im Frühjahr: aufpassen und eventuelle Ansiedlungsversuche verhindern.

2. Freilich können Wespen ausgesprochen doof und aufdringlich sein und einem sämtlichen guten Willen vergällen. Einen Trick, um sie quasi kampflos in die Schranken zu weisen, gibt es aber höchstwahrscheinlich nicht. Man muß sich dann schon dazu bekennen, ihnen den Garaus zu machen. Tipps gebe ich dir dafür nicht, sonst prügeln mich die anderen Naturschützer. Nur soviel: es ist weder einfach noch gefahrlos. Wespen können dich nicht nur stechen, sondern auch mit Pheromonen "markieren", so daß du auch von welchen angegriffen wirst, denen du noch gar nichts getan hast.

3. Der Gedanke, sich an den Vermieter zu wenden, liegt sicher nahe. Zwar wird er sich vielleicht wegen der Kosten einer fachmännischen Bekämpfung oder Umsetzung drücken wollen, eine mögliche Gesundheitsgefährdung ist aber ein ziemlich zugkräftiges Argument.
Ein weiterer Ansprechpartner wäre die zuständige Untere Naturschutzbehörde. Es ist aber nicht sicher, ob die bei Wespen in Aktion tritt. Bei Hornissen wäre die Sache aus Naturschutzgründen klar, bei "gewöhnlichen" Wespen wahrscheinlich davon abhängig, ob sie einen entsprechenden Experten und Enthusiasten an der Hand hat.

MfG Jürgen M.