Baumgeist
21.02.2007, 00:18
Liebe Baum-und Alleenfreunde , UnterstützerInnen und Interessierte,
an dieser Stelle möchte ich Euch/Ihnen einige aktuelle Infos zum Stand der Bemühungen um den Erhalt der Allee zwischen Rüdnitz und Danewitz (Land Brandenburg, Kreis Barnim) geben.
Ca. 750 alte Allebäume (überwiegend Ahornsorten ) sind im Zuge eines überdimensionierten Straßenbauprojektes akut bedroht.
Hier die (wenn auch sehr lokalen)News:
1. Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Frankfurt/Oder (nach dem die Bäume einstweilen nicht gefällt werden können, da die Untere Naturschutzbehörde Barnim nicht entscheidungsbefugt war) hat die Kreisverwaltung Barnim fristgerecht Beschwerde eingelegt.
Wann und wie das Oberverwaltungsgericht Berlin/Brandenburg darüber entscheidet ist derzeit noch völlig offen. Der Kreis hat inzwischen nicht mehr viel Zeit die Fällungen umzusetzen, da die (einstweilen außer Kraft gesetzte) Fällgenehmigung nicht für die Vegetationsphase (beginnt ab 15.03.2007) gilt. Gibt das OVG der Beschwerde nicht nach ist es derzeit wahrscheinlich , dass der Kreis beim Landesumweltamt erneut die Fällgenehmigung beantragt (unter bestimmten Umständen kann übrigens auch eine Sondergenehmigung für die Zeit zwischen März und September erteilt werden). Das LUA hatte die Fällung der Allee im September 2006 allerdings bereits einmal abgelehnt.
2. Da eine einstweilige Fortsetzung des Rechtsstreites sehr wahrscheinlich ist, möchte ich nochmals an unseren Spendenaufruf erinnern (auch in diesem Forum in der "Spendenecke" einzusehen).
Nach Angaben der “Grünen Liga” haben die bisherigen rechtlichen Bemühungen die Spendengelder inzwischen vollständig aufgezehrt. Herzlichen Dank all Jenen die bereits gespendet haben oder dies noch tun werden. Überhaupt möchte ich an dieser Stelle allen danken die sich in verschiedenster Form um die Allee bemüht haben
3. Die Investitionsbank Brandenburg hat , nach Presseangaben, dem Zuwendungsbescheid für die Fördermittel abgeändert und dem Kreis mit dem 31. März einen neuen Termin gesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die rechtlichen Voraussetzungen für den umstrittenen Straßenausbau geschaffen werden . Gelingt dies nicht, sind die Fördermittel angeblich vorerst hinfällig.
4. Um den Verfall der Fördermittel abzuwenden und einen bedarfsgerechten Straßenausbau bei gleichzeitigem Erhalt der Allee zu sichern, hat die Kreistagsfraktion Grüne/Freie Wähler für die nächste Sitzung des Kreistages einen Beschlussantrag eingereicht.
Die Sitzung ist zum Mittwoch, dem 21. Februar 2007 um 17 Uhr einberufen und findet im Saal des Kreishauses, Heegermühler Str. 75 in Eberswalde statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können am öffentlichen Teil der Sitzung des Kreistages teilnehmen und, soweit ich informiert bin, im Rahmen einer “Bürgerfragestunde” Fragen stellen bzw. Statements abgeben. Entsprechende Unterstützung aus der Bevölkerung kann auch dem beschriebenen Antrag sicher nicht schaden.
Für Rückfragen ist das Büro des Barnimer Kreistages telefonisch unter Tel.: 03 334 / 214 777 oder 778 zu erreichen
5. Um die bislang geschlossenen Kontakte und Verbindungen weiter zu vertiefen entstand aus der „Initiative zur Rettung der Rüdnitz-Allee“ die Idee, einen regelmäßigen, überparteilichen “Baumschutzstammtisch” ins Leben zu rufen, der an wechselnden Orten des Kreises Barnim stattfindet und auf möglichst entspannte Weise die Möglichkeit zur “Vernetzung” und zum Austausch bietet. Natürlich sind auch „Nicht-Barnimer“ herzlich eingeladen.
Um der Idee eine Chance zu geben, schlagen wir den 30.03.2007 für ein erstes Treffen vor. Als grundsätzlicher Veranstaltungsort käme Bernau, unweit von Rüdnitz, in Betracht Über die Entwicklung der Allee an der K 6005 wird (wie immer die Sache bis dahin auch steht) sicher noch zu reden sein. Nähere Infos zum „Baumschutzstammtisch” gibt es schnellstmöglich.
Wir können in jedem Falle sicher sein, dass der Schutz unserer Alleen (nicht nur) im Barnim ein äußerst brisantes Thema bleibt. Wie zu hören war erarbeitet der Kreis derzeit eine Art “Alleenkonzept”, in dem die Pflege und der Erhalt der Altalleen allerdings eine augenscheinlich untergeordnete Rolle spielt.
6.
Die Weiterleitung dieses Info-Briefes, an weitere Interessierte ist natürlich ausdrücklich erwünscht .
Zur Aufnahme in den Info-Verteiler genügt eine kurze Mail ( an: lewarkstefan@web.de).
Die Versendung der Infos erfolgt natürlich stets im Bcc-Modus (versteckt) , ihre Kontaktdaten werden also nicht “gestreut”.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Stefan Stahlbaum
an dieser Stelle möchte ich Euch/Ihnen einige aktuelle Infos zum Stand der Bemühungen um den Erhalt der Allee zwischen Rüdnitz und Danewitz (Land Brandenburg, Kreis Barnim) geben.
Ca. 750 alte Allebäume (überwiegend Ahornsorten ) sind im Zuge eines überdimensionierten Straßenbauprojektes akut bedroht.
Hier die (wenn auch sehr lokalen)News:
1. Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Frankfurt/Oder (nach dem die Bäume einstweilen nicht gefällt werden können, da die Untere Naturschutzbehörde Barnim nicht entscheidungsbefugt war) hat die Kreisverwaltung Barnim fristgerecht Beschwerde eingelegt.
Wann und wie das Oberverwaltungsgericht Berlin/Brandenburg darüber entscheidet ist derzeit noch völlig offen. Der Kreis hat inzwischen nicht mehr viel Zeit die Fällungen umzusetzen, da die (einstweilen außer Kraft gesetzte) Fällgenehmigung nicht für die Vegetationsphase (beginnt ab 15.03.2007) gilt. Gibt das OVG der Beschwerde nicht nach ist es derzeit wahrscheinlich , dass der Kreis beim Landesumweltamt erneut die Fällgenehmigung beantragt (unter bestimmten Umständen kann übrigens auch eine Sondergenehmigung für die Zeit zwischen März und September erteilt werden). Das LUA hatte die Fällung der Allee im September 2006 allerdings bereits einmal abgelehnt.
2. Da eine einstweilige Fortsetzung des Rechtsstreites sehr wahrscheinlich ist, möchte ich nochmals an unseren Spendenaufruf erinnern (auch in diesem Forum in der "Spendenecke" einzusehen).
Nach Angaben der “Grünen Liga” haben die bisherigen rechtlichen Bemühungen die Spendengelder inzwischen vollständig aufgezehrt. Herzlichen Dank all Jenen die bereits gespendet haben oder dies noch tun werden. Überhaupt möchte ich an dieser Stelle allen danken die sich in verschiedenster Form um die Allee bemüht haben
3. Die Investitionsbank Brandenburg hat , nach Presseangaben, dem Zuwendungsbescheid für die Fördermittel abgeändert und dem Kreis mit dem 31. März einen neuen Termin gesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die rechtlichen Voraussetzungen für den umstrittenen Straßenausbau geschaffen werden . Gelingt dies nicht, sind die Fördermittel angeblich vorerst hinfällig.
4. Um den Verfall der Fördermittel abzuwenden und einen bedarfsgerechten Straßenausbau bei gleichzeitigem Erhalt der Allee zu sichern, hat die Kreistagsfraktion Grüne/Freie Wähler für die nächste Sitzung des Kreistages einen Beschlussantrag eingereicht.
Die Sitzung ist zum Mittwoch, dem 21. Februar 2007 um 17 Uhr einberufen und findet im Saal des Kreishauses, Heegermühler Str. 75 in Eberswalde statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können am öffentlichen Teil der Sitzung des Kreistages teilnehmen und, soweit ich informiert bin, im Rahmen einer “Bürgerfragestunde” Fragen stellen bzw. Statements abgeben. Entsprechende Unterstützung aus der Bevölkerung kann auch dem beschriebenen Antrag sicher nicht schaden.
Für Rückfragen ist das Büro des Barnimer Kreistages telefonisch unter Tel.: 03 334 / 214 777 oder 778 zu erreichen
5. Um die bislang geschlossenen Kontakte und Verbindungen weiter zu vertiefen entstand aus der „Initiative zur Rettung der Rüdnitz-Allee“ die Idee, einen regelmäßigen, überparteilichen “Baumschutzstammtisch” ins Leben zu rufen, der an wechselnden Orten des Kreises Barnim stattfindet und auf möglichst entspannte Weise die Möglichkeit zur “Vernetzung” und zum Austausch bietet. Natürlich sind auch „Nicht-Barnimer“ herzlich eingeladen.
Um der Idee eine Chance zu geben, schlagen wir den 30.03.2007 für ein erstes Treffen vor. Als grundsätzlicher Veranstaltungsort käme Bernau, unweit von Rüdnitz, in Betracht Über die Entwicklung der Allee an der K 6005 wird (wie immer die Sache bis dahin auch steht) sicher noch zu reden sein. Nähere Infos zum „Baumschutzstammtisch” gibt es schnellstmöglich.
Wir können in jedem Falle sicher sein, dass der Schutz unserer Alleen (nicht nur) im Barnim ein äußerst brisantes Thema bleibt. Wie zu hören war erarbeitet der Kreis derzeit eine Art “Alleenkonzept”, in dem die Pflege und der Erhalt der Altalleen allerdings eine augenscheinlich untergeordnete Rolle spielt.
6.
Die Weiterleitung dieses Info-Briefes, an weitere Interessierte ist natürlich ausdrücklich erwünscht .
Zur Aufnahme in den Info-Verteiler genügt eine kurze Mail ( an: lewarkstefan@web.de).
Die Versendung der Infos erfolgt natürlich stets im Bcc-Modus (versteckt) , ihre Kontaktdaten werden also nicht “gestreut”.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Stefan Stahlbaum